Was dir hilft, wenn Motivation versagt...
Hey Freunde,
Ich gebe es zu: Mir fällt es gerade auch nicht leicht, dranzubleiben.
Es ist mega viel zu tun, die Kids hatten ihre erste Herbsterkältung und durch die Zeitumstellung wird es abends schon um 5 dunkel.
Da ist die Motivation, nach dem Kinder-ins-Bett-Bringen nochmal trainieren zu gehen und auf die Belohnung auf der Couch zu verzichten, nicht besonders groß.
Aber wer braucht schon Motivation?!
Viele tappen genau in diese Falle. Sie gehen nur dann ihren Zielen nach, wenn sie motiviert sind. Sobald es dunkel, nass, kalt oder einfach anstrengend und unkomfortabel wird, wirken sie wie paralysiert.
Dabei gibt es ein einfaches Konzept, das alles verändern kann, wenn man es einmal richtig verinnerlicht hat.
Am besten erkläre ich das anhand eines Beispiels:
Jonas hat „Forrest Gump“ geschaut und dadurch wieder neue Motivation, das Lauftraining ernster zu nehmen. Er will seinen ersten Marathon schaffen.
Blöderweise beginnt aber gerade der Winter, die Laufstrecken sind matschig, im Dunkeln hat er Angst, umzuknicken und die einzig mögliche Trainingszeit ist nach dem Abendessen, was er im Magen als unangenehm empfindet. Außerdem fährt er in 3 Wochen in den Urlaub und hat bis dahin beruflich noch viel zu tun, sodass ein Trainingsplan gerade keinen Sinn macht.
Man könnte denken, dass Jonas einfach mehr Willenskraft braucht, um es trotzdem durchzuziehen. Willenskraft ist aber wie eine Art Tank, der nicht immer gleich voll ist.
Nach den anstrengenden Tagen mit seinem gestressten Chef und dem nervigen Großprojekt, das ihn gerade bei der Arbeit beschäftigt, ist sein Willenskraft-Tank schon ziemlich leer. Die beiden Kinder kosten ihn nach Feierabend noch den letzten Nerv, sodass er es einfach nicht packt, sich um 20 Uhr nochmal zu überwinden.
Kurzum fällt Jonas auf seine Gewohnheit zurück, sich mit einem kleinen Snack auf dem Sofa einzufinden, um mit seiner Frau YouTube-Videos und seine Lieblingsserie zu schauen.
Hier ist die Lösung für dieses klassische Dilemma:
Das Einzige, was Jonas wirklich helfen kann, ist eine neue Routine, die langfristig zur neuen Gewohnheit wird und dadurch ein neues Selbstbild kreiert.
Auf diese Weise würden sowohl Motivation als auch Willenskraft überflüssig. Es wäre für ihn irgendwann schlichtweg normal, laufen zu gehen, und im Gegenteil würde es sich ungewohnt anfühlen, den Lauf auszulassen, weil er sich als Läufer wahrnimmt.
Bleibt nur noch die Frage: Wie etabliert man so eine Routine?
Jede Routine sollte 4 entscheidende Eigenschaften aufweisen. Hier sind ein paar praktische Beispiele, wie das beim Laufen aussehen könnte:
Mach es offensichtlich
- Das Laufoutfit liegt schon morgens nach dem Aufstehen bereit.
- Die Laufschuhe stehen sichtbar direkt vor der Wohnungstür.
- Der Marathon-Plan hängt am Kühlschrank.
- Du hast dich mit einem Kollegen beim Marathon angemeldet und viel Geld für die Startgebühr bezahlt, also musst du trainieren.
Mach es attraktiv
- Der beste Freund läuft mit.
- Der Lieblingspodcast ist schon heruntergeladen.
- Die Laufkleidung sieht megacool aus und fühlt sich überragend an.
- Du erlaubst dir am Anfang immer zu gehen, sodass die Starthürde klein ist.
- Nach dem Lauf darfst du dir jedes Mal ein alkoholfreies Radler von deiner Lieblingsmarke gönnen.
Mach es belohnend
- Du kannst auf deinem Marathon-Plan am Kühlschrank abhaken, ob du das Training gemacht hast.
- Deine Smartwatch zeigt dir neue Rekorde und die Running-Streak an.
- Du hast deiner Familie erzählt, dass du den Marathon schaffen willst, und es fühlt sich gut an, deinen Worten Taten folgen zu lassen.
Mach es simpel
- Du brauchst nicht nachdenken, weil die App/dein Trainer/deine Laufgruppe vorgibt, wie schnell du laufen musst.
- Deine Laufstrecke ist standardisiert.
- Stirnlampe, Handschuhe und Mütze machen Läufe auch bei schlechtem Wetter möglich.
- Du läufst immer zur gleichen Zeit an den gleichen Tagen.
- Die Laufeinheit ist an eine bereits bestehende Routine gekoppelt.
Das sind alles nur Beispiele und für jeden sieht das anders aus. Es ist bei alledem übrigens nicht entscheidend, wie viele Wochen oder Monate du deine Routine beibehältst, bis sie zur Normalität wird. Das wirklich Wichtige ist die Anzahl an Wiederholungen.
Je häufiger du deine Routine einbaust, desto schneller wird sie für dich also zur Gewohnheit.
Probier es mal aus. 😊
Philipps Highlight der Woche
Freunde, wir haben die 20.000 Abonnenten geknackt. 🔥
Um das zu feiern, starte ich am Sonntag (02.11.) um 20:15 Uhr auf YouTube einen Livestream im Q&A-Format.
Wenn ihr Fragen rund um „Ganzheitliche Fitness und Gesundheit für Männer“ habt, schickt sie gerne an vinnen.philipp@gmail.com oder kommentiert direkt im Livestream.
Ich freue mich schon auf euch und hoffe, damit einen zusätzlichen Mehrwert abseits meiner „normalen“ Videos geben zu können.
Egal ob Training, Ernährung, Atmung, Schlaf, Routinen, Alltagsthemen, Vater-Fragen oder Mindset-Themen – ich bin für alles offen, was euch beschäftigt und interessiert.
Wir sehen uns am Sonntag um 20:15 Uhr auf YouTube.
Habt bis dahin ein wundervolles Wochenende!
Herzliche Grüße,
euer Philipp
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